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Firmengründung USA (US Corporation, US LLC):
Steuern in den USA
Einleitung
Die USA sind kein
Niedrigsteuerland für Unternehmen, jedenfalls nicht im Vergleich zu z.B.
Zypern,Bulgarien ,EU-Sonderzonen, VAE oder England im Mittelstandssatz.
Es sei denn, der steuerbare Gewinn liegt bei maximal 50.000 USD.
Steuervorteile können sich jedoch insbesondere im Rahmen der
Umsatzsteuer ergeben (sales Taxes), zumal bei internationalen
Sachverhalten, da viele US Bundesstaaten keine oder nur eine geringe USt
haben.
Firmenkonstellationen
mit z.B. einer Delaware-INC als exempt.Company halten einer Nachprüfung
gemäß den internationalen Steuergesetzen i.d.R. nicht Stand. Bei
derartigen Konstellationen wird eine Delaware INC gegründet, die nur
außerhalb der USA Geschäfte tätigt und daher in den USA auf
Bundesstaatsebene "noch" steuerbefreit ist. Allerdings greifen bei
solchen Konstellationen nicht die Abschirmwirkungen der DBAs und es wird
auf Seiten des Mandanten schnell der Gestaltungsmissbrauch formuliert.
Mithin natürlich Wirkung § 8 AStG.
Die
Bundes-Körperschaftssteuer (Federal Corporate Income Tax) für aktive
Corporationen beträgt nur 15% bei Nettogewinnen bis zu $50.000.
Die Steuer steigt dann progressiv an bis zum Höchstsatz von 35%:
Corporate taxes :
|
| Income: |
Tax rate: |
| US$0–50,000 |
15% |
| US$50,001–75,000 |
US$7,500
+ 25% of the excess amount |
| US$75,001–100,000 |
US$13,750
+ 34% of the excess amount |
| US$100,001–335,000 |
US$22,250
+ 39% of the excess amount |
| US$335,001–10,000,000 |
US$113,900 +34% of the excess amount |
| US$10,000,001–15,000,000 |
US$3,400,000 + 35% of the excess amount |
| US$15,000,001–18,330,000 |
US$5,150,000 + 38% of the excess amount |
| US$18,330,001 and above |
35% |
Smaller companies may use a simplified income
tax return Form 1120-A if they meet the following requirements,
among others:
- Gross receipts
and total income are both under $500,000;
- Total assets are
also under $500,000;
- Does not own and
is not owned by a foreign corporation.
Übersicht der bundesstaatlichen
Körperschaftssteuern:
|
US
State Income Tax For Corporations - 2008
|
|
State
|
Income Tax (Range) %
|
Brackets ($)
|
Comments
|
Federal Tax Deductible?
|
|
Alabama
|
6.5
|
flat rate
|
|
Yes
|
|
Alaska
|
1.0 - 9.4
|
10,000 - 90,000
|
|
No
|
|
Arizona
|
6.968
|
flat rate
|
|
No
|
|
Arkansas
|
1.0 - 6.5
|
3,000 - 100,000
|
|
No
|
|
California
|
8.84
|
flat rate
|
1.5%
for S Corporations
|
No
|
|
Colorado
|
4.63
|
flat rate
|
|
No
|
|
Connecticut
|
7.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Delaware
|
8.7
|
flat rate
|
|
No
|
|
Florida
|
5.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Georgia
|
6.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
Hawaii
|
4.4 - 6.4
|
25,000 - 100,000
|
|
No
|
|
Idaho
|
7.6
|
flat rate
|
|
No
|
|
Illinois
|
7.3
|
flat rate
|
|
No
|
|
Indiana
|
8.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Iowa
|
6.0 - 12.0
|
25,000 - 250,000
|
|
Yes (50%)
|
|
Kansas
|
4.0
|
flat rate
|
Plus
3.5% over 50,000
|
No
|
|
Kentucky
|
4.0 - 7.0
|
50,000 - 100,000
|
|
No
|
|
Louisiana
|
4.0 - 8.0
|
25,000 - 200,000
|
|
Yes
|
|
Maine
|
3.5 - 8.93
|
25,000 - 250,000
|
|
No
|
|
Maryland
|
8.3
|
flat rate
|
|
No
|
|
Massachusetts
|
9.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Michigan
|
4.95
|
flat rate
|
First
45,000 of tax base exempt
|
No
|
|
Minnesota
|
9.8
|
flat rate
|
|
No
|
|
Mississippi
|
3.0 - 5.0
|
5,000 - 10,000
|
|
No
|
|
Missouri
|
6.25
|
flat rate
|
|
Yes
|
|
Montana
|
6.75
|
flat rate
|
|
No
|
|
Nebraska
|
5.58 - 7.81
|
50,000
|
|
No
|
|
New Hampshire
|
8.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
New Jersey
|
9.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
New Mexico
|
4.8 - 7.6
|
500,000 - 1m
|
|
No
|
|
New York
|
7.5
|
flat rate
|
1.5%
AMT also in place
|
No
|
|
Nevada
|
zero
|
|
|
|
|
North Carolina
|
6.9
|
flat rate
|
|
No
|
|
North Dakota
|
2.6 - 6.5
|
3,000 - 30,000
|
|
Yes
|
|
Ohio
|
5.1 - 8.5
|
50,000
|
|
No
|
|
Oklahoma
|
6.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
Oregon
|
6.6
|
flat rate
|
|
No
|
|
Pennsylvania
|
9.9
|
flat rate
|
|
No
|
|
Rhode Island
|
9.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
South Carolina
|
5.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
South Dakota
|
|
|
6.0-0.25% bank tax
|
No
|
|
Tennessee
|
6.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Texas
|
|
|
Margin
tax imposed at rates of 0.5-1%
|
No
|
|
Utah
|
5.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
Vermont
|
6.0 - 8.5
|
10,000 - 250,000
|
|
No
|
|
Virginia
|
6.0
|
flat rate
|
|
No
|
|
West Virginia
|
8.5
|
flat rate
|
|
No
|
|
Wisconsin
|
7.9
|
flat rate
|
|
No
|
|
Washington
|
zero
|
|
|
|
|
Washington DC
|
9.975
|
flat rate
|
|
No
|
|
Wyoming
|
zero
|
|
|
|
|
Doppelbesteuerungsabkommen
Die USA unterhalten mit vielen Ländern, auch mit
Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen. Mithin ist in vielen Fällen
die Abschirmwirkung eines DBAs gegeben. Die Steuerliche Betriebsstätte
ist legal definiert:
Betriebstätte nach DBA:
(1) Im Sinne dieses
Abkommens bedeutet der Ausdruck "Betriebstätte" eine
feste Geschäftseinrichtung, in der die Tätigkeit des Unternehmens ganz
oder
teilweise ausgeübt wird.
(2) Der Ausdruck "Betriebstätte" umfasst insbesondere:
a) einen Ort der Leitung,
b) eine Zweigniederlassung,
c) eine Geschäftsstelle,
d) eine Fabrikationsstätte,
e) eine Werkstätte,
f) ein Bergwerk, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung
von Bodenschätzen,
g) eine Bauausführung oder
Montage, deren Dauer zwölf Monate überschreitet.
Steuerliche Gestaltung über Zwischenholding
Eine US Gesellschaft soll über 100%tige Töchter in
der EU verfügen,also z.B. in Deutschland. Im Normalfall kann sich eine
solche Gestaltung steuerlich nachteilig auswirken, da bei
Dividendenausschüttungen der Töchter an die US Mutter gemäss den meisten
DBAs eine 15%tige Quellensteuer anfällt. Eine Lösung wäre die
Zwischenschaltung einer spanischen oder zyprischen Holding. Mithin
Wirkung der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie, die EU Holding (Spanien,Zypern)
vereinnahmt die Dividenden der Töchter steuerfrei und auch eine
Weiterausschüttung an die USA unterliegt in Spanien oder Zypern keiner
Quellenbesteuerung.
Nullbesteuerung bei bestimmten Fällen der
Quellensteuer:
Am 1. Juni 2006 unterzeichneten die Vertreter der
Bundesrepublik Deutschland und der Vereinigten Staaten von Amerika ein
Protokoll zur Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen den
beiden Staaten (DBA USA/D).
Dieses Protokoll wird das DBA USA/D in vielen
Punkten ändern. Eine der für deutsche Muttergesellschaften (AG, GmbH,
oder für US-Steuerzwecke als US-Kapitalgesellschaft behandelte GmbH &
Co. KG) bedeutendsten Neuerungen ist die Nullbesteuerung bei bestimmten
Fällen der Quellensteuer (Art. 10 Abs. 3 n. F.) beziehungsweise der „Branch
Profits Tax“ (Art. 10 Abs. 10 n.F.) und ihre tatbestandliche Verknüpfung
mit einzelnen Vorschriften zu den „Limitation on Benefits“ (Schranken
für Abkommensvergünstigungen) des Art. 28 n. F.
Die Regelungen zur Nullbesteuerung traten ab dem 1.
Januar des Jahres in Kraft, in dem die Ratifikationsurkunden
ausgetauscht wurden.
Nullbesteuerung ab Januar 2007
Nullbesteuerung bedeutet aus der Sicht des deutschen
Unternehmens, dass
- im Fall einer Dividende der
US-Tochterkapitalgesellschaft an die deutsche
Mutterkapitalgesellschaft die US-Quellensteuer von bisher 5 % auf
nunmehr 0 % reduziert wird (Tochtergesellschaftsfall – Art. 10 Abs.
3 n. F.), beziehungsweise
- im Fall einer Gewinnentnahme (im Sinne des
„ausschüttungsgleichen Betrags“ nach Art. 10 Abs. 9 Buchst. b n. F.)
der deutschen Kapitalgesellschaft aus ihrer US-Betriebsstätte die „Branch
Profits Tax“ von bisher 5 % auf nunmehr 0 % reduziert wird (Betriebsstättenfall
– Art. 10 Abs. 10 n. F.).
Dabei sind vom Tochtergesellschaftsfall auch
Sachverhalte betroffen, bei denen die US-Tochtergesellschaft nicht eine
Corporation sondern eine Limited Partnership (LP) oder Limited Liability
Company (LLC) ist, und/oder die deutsche Mutterkapitalgesellschaft
anstatt in der Form der AG oder GmbH als GbR, OHG, KG, oder GmbH & Co KG
auftritt, sofern jeweils die LP beziehungsweise LLC und/oder die GbR,
OHG, KG, beziehungsweise GmbH & Co. KG für US-steuerliche Zwecke als
intransparent (also als US-körperschaftsteuerpflichtige Person) optiert.
Gewerbliche Tätigkeit in Deutschland als
Voraussetzung
Die Nullbesteuerung setzt aber voraus, dass sowohl
im Tochtergesellschaftsfall als auch im Betriebsstättenfall die deutsche
Gesellschaft vergünstigungsberechtigt im Sinne bestimmter
Einzelvorschriften der „Limitation-on-Benefits“-Regelungen des Art. 28
n. F. ist. Im Tochtergesellschaftsfall kommt außerdem hinzu, dass der
Anteilsbesitz an der US-Tochtergesellschaft unmittelbar mindestens 80 %
und die Haltedauer der Anteile mindestens 12 Monate vor Entstehung des
Dividendenanspruchs betragen.
Die Vergünstigungsberechtigung liegt vor, wenn die
deutsche Gesellschaft beziehungsweise ihre Gesellschafter eine von vier
in diesem Beitrag nicht näher erläuterten Voraussetzungen erfüllen, die
auf den folgenden in Art. 28 Abs. 2, 3, 4 und 7 n. F. definierten
Tatbestands-Tests beruhen:
·
„Active-Trade-or-Business“-Test und gleichzeitig
„Ownership/Base-Erosion“-Test
·
„Derivative-Benefits“-Test
·
„Publicly-Traded“-Test
· „Competent-Authority“-Test
Mittelständische deutsche Industrie- oder
Handelsunternehmen werden häufig die beiden unter dem ersten Punkt
genannten Voraussetzungen erfüllen, also u. a. eine aktive gewerbliche
Tätigkeit in Deutschland ausüben (die unter anderem im
Betriebsstättenfall „erheblich“ sein muss).
Nicht aktiv gewerblich tätige Holdinggesellschaften
oder reine Kapitalanlagegesellschaften qualifizieren hier nicht.
Letztere kommen aber zum Beispiel in den Genuss der Nullbesteuerung,
falls u. a. mindestens 95 % ihrer Anteile von nicht mehr als sieben
Personen gehalten werden („Derivative-Benefits“-Test).