Firmengründung Liechtenstein, Liechtenstein GmbH, AG, Stiftung und Trust Liechtensteín

Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein

 Netzwerk internationaler Steuerberater und Rechtsanwälte 
Unsere Kanzlei gründet für Mandanten Firmen in Liechtenstein, Liechtensteiner GmbH, AG, Trust und Stiftung oder Treuhand in Liechtenstein. Dienstleistungen sind: Gründung Ihrer Firma in Liechtenstein, Treuhand-Dienste, Geschäftssitz und Konto.
 
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Firmengründung Liechtenstein: Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein

In Zusammenarbeit mit unserem Netzwerkpartner in Liechtenstein (Rechtsanwalts-und Steuerkanzlei) gründen wir für internationale Mandanten Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaften. Dabei wird zunächst eine Liechtensteiner Kapitalgesellschaft gegründet, die dann die Zulassung als Vermögensverwaltungsgesellschaft über unsere Liechtensteiner Anwälte beantragt. Es muss ein Eigenkapital von 100.000 Schweizer Franken vorhanden sein. Des Weiteren gibt es Erfordernisse für die Direktoren, die Sie im Artikel 6 (Bewilligungsverfahren) finden, unten Auszugsweise veröffentlicht.

Über die Sondertatbestände des deutschen KWG (Kreditwesengesetz) besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, dass eine deutsche Kapitalgesellschaft die Dienstleistungen ohne Erlaubnis anbieten kann bzw. das eine Repräsentanz der Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaft in Deutschland installiert wird.

Besonders interessant dürften die niedrigen Steuern in Liechtenstein sein und das das Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesetz leichter umsetzbar/ zu erfüllen ist, als die deutschen Rechtsvorschriften.

Die Gebühren richten sich nach dem Aufwand und nach der Rechtsform. Das Bewilligungsverfahren kostet mindestens 20.000 Euro. Im Rahmen einer Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaft kann kein treuhänderischer Geschäftsführer/Aufsichtsrat gestellt werden. Mithin müssen Sie- oder ein Beauftragter- Ihren Lebensmittelpunkt nach Liechtenstein verlagern (Mietwohnung auf eigenen Namen, mindestens 51% des Jahres anwesend, zumindest nach "außen") und als Direktor/Geschäftsführer der Gesellschaft auftreten. Vergleichen Sie hierzu auch Art.7-Geschäftsführung (unten).

Dabei ist darauf zu achten, dass zwei Direktoren erforderlich sind. Die Domizilierung kann über das Liechtensteiner Business Center erfolgen. Wir weisen allerdings darauf hin, dass es sich bei einer Liechtensteiner Gesellschaft i.d.R. um ein Nicht-DBA-Sachverhalt handelt, da Liechtenstein mit den meisten Ländern kein Doppelbesteuerungsabkommen unterhält. Mithin entfalten §§ 12/13 AO (Deutsche Abgabenordnung) Wirkung. In Rechtsfolge wird die Liechtensteiner Gesellschaft als Betriebsstätte im steuerrechtlichen Sinn nur anerkannt, wenn in Liechtenstein ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb (sogenannter qualifizierter Geschäftsbetrieb) unterhalten wird (voll eingerichtetes Büro und mindestens ein Mitarbeiter). Das z.B. Deutsche Finanzamt kann eine Ansässigkeitsbescheinigung einholen, bzw. "Umkehr der Beweislast". Prüfungsmerkmale: Mietvertrag zwischen Gesellschaft und Vermieter, Angestelltenvertrag zwischen Angestellte (z.B.die Direktoren) und Gesellschaft, nachvollziehbare "Aufwandseite" (Herleitung eines aktiven Geschäftsbetriebes aufgrund der Aufwendungen der Gesellschaft).

II. Bewilligungen
Art. 5
Bewilligungspflicht
Vermögensverwaltungsgesellschaften bedürfen vorbehaltlich Art. 23 und Art. 34 vor Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit einer Bewilligung der FMA.
Art. 6
Bewilligungsvoraussetzungen und -verfahren
1) Die Bewilligung als Vermögensverwaltungsgesellschaft wird auf Antrag erteilt, wenn:
a) die Gesellschaft in der Rechtsform einer Verbandsperson, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft errichtet wird;
b) der Sitz und die Hauptverwaltung der Gesellschaft sich in Liechtenstein befinden;
c) die Gesellschaft in personeller und räumlicher Hinsicht über eine angemessene inländische Betriebsstätte verfügt und eine für die Erfüllung ihrer Aufgaben geeignete Organisation aufweist;
d) die Geschäftsführung aus mindestens zwei Personen besteht, die handlungsfähig und vertrauenswürdig sind. Mindestens ein Geschäftsführer muss tatsächlich und leitend in der Gesellschaft tätig sein und die Voraussetzungen nach Art. 7 erfüllen. Die Geschäftsführung kann aus nur einem Geschäftsführer bestehen, wenn nachgewiesen wird, dass die solide und umsichtige Führung der Vermögensverwaltungsgesellschaft sowie deren Fortbestand bei Verlust der Handlungsfähigkeit des Geschäftsführers durch eine geeignete Stellvertretungs- bzw. Nachfolgeregelung ununterbrochen gesichert ist;
e) ein tragfähiger Geschäftsplan samt organisatorischem Aufbau der Vermögensverwaltungsgesellschaft vorliegt. Dieser hat insbesondere Angaben betreffend die Organisation, das Marketing und die Umsetzung am Markt sowie die Finanzplanung und die Finanzierung für die ersten drei Geschäftsjahre zu enthalten;
f) eine externe Revisionsstelle nach Art. 43 bestellt ist;
g) eine Darstellung der Eigentumsverhältnisse an der Gesellschaft vorliegt. Die Gesellschafter, die eine qualifizierte Beteiligung halten, müssen den im Interesse der Gewährleistung einer soliden und umsichtigen Führung der Vermögensverwaltungsgesellschaft zu stellenden Ansprüchen genügen. Bestehen zwischen der Vermögensverwaltungsgesellschaft und anderen natürlichen oder juristischen Personen enge Verbindungen, so darf die FMA nicht durch die enge Verbindung an der ordnungsgemässen Wahrnehmung ihrer Überwachungsfunktionen behindert werden;
h) die mit der Verwaltung und Geschäftsführung betrauten Personen jederzeit in fachlicher und persönlicher Hinsicht Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten;
i) der Nachweis über eine angemessene Eigenmittelunterlegung nach Art. 8 erbracht wird;
k) ein Eigenkapital von mindestens 100 000 Schweizer Franken oder dessen Gegenwert in Euro oder US-Dollar voll und bar einbezahlt ist; und
l) die Gesellschaft über keine weitere spezialgesetzliche Bewilligung nach dem Gesetz über die Treuhänder, über die Rechtsanwälte, über die Patentanwälte oder über die Wirtschaftsprüfer und Revisionsgesellschaften verfügt.
2) Der Antrag und die einzureichenden Unterlagen sind im Original beizubringen. Die Unterlagen dürfen nicht älter als drei Monate sein. Die FMA kann bei fremdsprachigen Anträgen eine beglaubigte Übersetzung einfordern.
3) Über den Antrag auf Erteilung einer Bewilligung wird spätestens sechs Monate ab Eingang der vollständig eingereichten Unterlagen entschieden.
4) Die FMA hat die bewilligten Vermögensverwaltungsgesellschaften in ein Verzeichnis aufzunehmen. Dieses Verzeichnis ist öffentlich zugänglich und wird monatlich aktualisiert. Es kann mittels Abrufverfahren eingesehen werden.
5) Die Regierung regelt das Nähere mit Verordnung.
Art. 7
Geschäftsführung
1) Geschäftsführung im Sinne dieses Gesetzes ist die tatsächliche Leitung durch eine natürliche Person (Geschäftsführer). Ein Geschäftsführer im Sinne des Art. 6 Abs. 1 Bst. d muss:
a) das liechtensteinische Landesbürgerrecht, das Staatsbürgerrecht eines Mitgliedstaates oder der Schweiz besitzen oder auf Grund staatsvertraglicher Vereinbarung gleichgestellt sein. In besonders berücksichtigungswürdigen und begründeten Fällen kann die FMA Ausnahmen zulassen, sofern nicht öffentliche Interessen entgegenstehen;
b) unter Berücksichtigung seiner weiteren Verpflichtungen, der Organisation der Vermögensverwaltungsgesellschaft und seines Wohnorts gesamthaft in der Lage sein, seine Aufgaben in der Vermögensverwaltungsgesellschaft einwandfrei zu erfüllen;
c) auf Grund seiner Ausbildung und seiner bisherigen Laufbahn fachlich für die vorgesehene Aufgabe ausreichend qualifiziert sein; die einschlägige praktische Betätigung hat zumindest drei Jahre Vollzeit zu betragen;
d) tatsächlich und leitend in der Gesellschaft tätig sein;
e) mit den für die Geschäftsführung notwendigen Kompetenzen ausgestattet sein. Hierzu zählen namentlich ein im Öffentlichkeitsregister eingetragenes Zeichnungsrecht und eine umfassende interne Weisungsbefugnis;
f) entweder Gesellschafter oder Arbeitnehmer in einem festen Angestelltenverhältnis sein; und
g) sich mit einem den Erfordernissen der Gesellschaft entsprechenden Arbeitspensum tatsächlich am inländischen Sitz betätigen.
2) Ein und dieselbe Person kann höchstens Geschäftsführer von zwei Vermögensverwaltungsgesellschaften sein.
3) Der Nachweis über die tatsächliche Leitung ist mit geeigneten Mitteln zu erbringen.
4) Der Geschäftsführer ist für die fachlich einwandfreie Erbringung der Dienstleistungen und für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, einschliesslich der Meldepflichten, verantwortlich.
5) Die Regierung regelt das Nähere mit Verordnung.
Art. 8
Eigene Mittel
1) Eine Vermögensverwaltungsgesellschaft muss dauernd Eigenmittel aufweisen, die mindestens einem Viertel ihrer fixen Betriebskosten der letzten Jahresrechnung entsprechen. Für Vermögensverwaltungsgesellschaften, bei denen noch keine Jahresrechnung vorliegt, sind die im Geschäftsplan veranschlagten fixen Betriebskosten heranzuziehen. Ungeachtet dieses Eigenmittelerfordernisses hat die Vermögensverwaltungsgesellschaft das bei Bewilligungserteilung geforderte Eigenkapital als Mindestkapital dauernd zu halten.
2) Die Eigenmittelvorschriften sind von jeder einzelnen diesem Gesetz unterstellten Vermögensverwaltungsgesellschaft sowie auf konsolidierter Basis zu erfüllen.
3) Das dauernde Vorliegen des Mindestkapitals sowie der erforderlichen Eigenmittelunterlegung hat die Revisionsstelle jährlich zu prüfen.
4) Die Regierung regelt das Nähere, insbesondere die Berechnung der eigenen Mittel sowie der fixen Betriebskosten, mit Verordnung.

Gesetz über die Vermögensverwaltung (Vermögensverwaltungsgesetz; VVG) Externer Link
Gesetz über die Banken und Finanzgesellschaften (Bankengesetz) Externer Link 
Gesetz über Investmentunternehmen (IUG) Externer Link
Gesetz über die beruflichen Sorgfaltspflichten bei Finanzgeschäften (Sorgfaltspflichtgesetz; SPG) Externer Link

Verordnung zum Gesetz über die Vermögensverwaltung (VVO) Externer Link

Verordnung über die Erhebung von Aufsichtsabgaben und Gebühren nach dem Finanzmarktaufsichtsgesetz Externer Link

Verordnung zum Gesetz über die Banken und Finanzgesellschaften (Bankenverordnung) Externer Link

Verordnung über Investmentunternehmen (IUV) Externer Link

Verordnung zum Sorgfaltspflichtgesetz (Sorgfaltspflichtverordnung, SPV) Externer Link

 

 Die Stiftung in Liechtenstein

Die Stiftung nach liechtensteinischem Recht ist für viele Zwecke eine ideale Rechtsform. Der Bogen möglicher Anwendungen reicht von der Eröffnung eines anonymen Kontos bis hin zur komplizierten Nachfolgeregelung. Sie ist besonders geeignet für Anleger, die ihr Vermögen einerseits vor hohen Steuern schützen und bestmöglich erhalten wollen, andererseits aber jederzeit persönlich darüber verfügen möchten. Da auf das Vermögen der Stiftung keine Erbschaftssteuer erhoben wird, bietet sie auch ideale Voraussetzungen für die Nachfolgeregelung.

Liechtensteinische Stiftungen, die Offshore-Vermögen verwalten, zahlen in Liechtenstein praktisch keine Steuern und unterliegen auch keiner behördlichen Aufsicht. Überdies sind alle Informationen über die Stiftung sowohl vor der Allgemeinheit als auch gegenüber den Behörden geschützt.


Ein verselbständigtes Vermögen

Eine Stiftung ist eine selbständige juristische Person, die über ein eigenes Vermögen verfügt. Es muss einem bestimmten Zweck gewidmet sein. Dank ihrer selbständigen Rechtsstellung ist mit der Gründung einer Stiftung gleichzeitig auch die rechtliche Abtrennung von bestimmten Vermögenswerten aus dem persönlichen Vermögen des Stifters möglich.

Einfache und diskrete Gründung

Gründer einer Stiftung kann entweder eine natürliche oder eine juristische Person sein. Sie kann jede Staatsbürgerschaft und jeden beliebigen Wohnsitz haben. Die Errichtung erfolgt durch eine Widmung, welche in einer Urkunde, in einer letztwilligen Verfügung oder in einem Erbvertrag festgehalten werden kann.

Die Stiftungsurkunde muss den Namen, den Sitz und den Zweck der Stiftung sowie eine Bezeichnung des Stiftungsvermögens enthalten. Erforderlich sind ausserdem die Benennung des Stiftungsrates sowie Vorschriften über die Ernennung neuer oder weiterer Stiftungsratsmitglieder. Schliesslich enthält sie auch eine Bestimmung über die Verwendung des Vermögens im Falle der Auflösung der Stiftung. Ein Widerruf der Stiftung sowie eine Änderung der Stiftungsurkunde ist nur im Ausnahmefall zulässig. Die Stiftungsurkunde kann jedoch den Widerruf oder eine Änderung der Urkunde ausdrücklich für zulässig erklären.


Keine Eintragungsvorschriften für Familienstiftungen

Im Normalfall entsteht die Stiftung erst mit der Eintragung ins Öffentlichkeitsregister. Kirchliche Stiftungen, reine und gemischte Familienstiftungen sowie Stiftungen, deren Genussberechtigte bestimmt oder bestimmbar sind, erlangen jedoch auch ohne Eintragung ins Öffentlichkeitsregister das Recht der Persönlichkeit.

Eine reine Familienstiftung wird dann begründet, wenn das Stiftungsvermögen dauernd zur Bestreitung der Kosten für Bildung und Erziehung, zum Erwerb einer Ausstattung oder zur Unterstützung von Angehörigen einer oder mehrerer genau benannter Familien oder zu ähnlichen Zwecken bestimmt ist. Auch wenn solche Stiftungen nicht eintragungspflichtig sind, muss die Stiftungsurkunde beim Öffentlichkeitsregister hinterlegt werden.

Hinterlegte Stiftungsurkunden sowie jegliche Information bezüglich der Stiftung, auch der Name der Stiftung, der Stifter selbst sowie die Mitglieder des Stiftungsrates usw. sind der Allgemeinheit nicht zugänglich. Sogar die Existenz der hinterlegten Stiftung und das Stiftungsvermögen bleiben geheim. Deshalb ist die Stiftung ein hervorragendes Instrument zur Wahrung der Anonymität des Anlegers.


Vermögenskontrolle dank professioneller Verwaltung

Das Stiftungsvermögen wird von einem Stiftungsrat verwaltet, der aus einem oder mehreren Mitgliedern besteht. Mindestens ein Mitglied des Stiftungsrates muss ein in Liechtenstein zugelassener Rechtsanwalt oder Treuhänder sein. Der Stiftungsrat muss das Stiftungsvermögen gemäss den in der Stiftungsurkunde niedergelegten Wünschen des Stifters verwenden. Der Stifter kann ferner besondere Vorkehrungen treffen, um die Stiftung zu seinen Lebzeiten selbst zu beherrschen und die Handlungen des Stiftungsrates nach seinem Ableben der Aufsicht einer oder mehrerer Personen seines Vertrauens zu unterstellen.

Das Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen muss bei der Gründung mindestens ein einbezahltes Kapital von 30.000,- SFr. ausweisen. Sowohl der Stifter als auch Dritte können der Stiftung allerdings schon bei der Gründung oder jederzeit danach weitere Vermögenswerte zuwenden.

Beschränkte Haftung aber unbeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten

Für allfällige Schulden der Stiftung haftet den Gläubigern nur das Stiftungsvermögen. Die Stiftung hat weder Mitglieder noch Aktionäre.

Der Stiftungsgründer kann einen oder mehrere Begünstigte bestimmen und den Kreis der Begünstigten jederzeit ändern. Die Urkunde nennt diese entweder namentlich oder beschreibt die Art und Weise, wie Begünstigte ernannt werden. Es ist auch möglich, die Begünstigten in Form eines Beistatutes zu bestimmen, das weder dem Öffentlichkeitsregister noch irgendeiner Behörde oder Person vorgelegt werden muss. So bleibt auch die Identität der Begünstigten anonym.

Stiftungen können auch gemeinnützigen oder kirchlichen Zwecken dienen. So gründen beispielsweise viele Arbeitgeber eine Personalvorsorgestiftung zugunsten ihrer Arbeitnehmer.

Die Stiftung darf ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe nur insoweit betreiben, als es der Erreichung ihres nichtwirtschaftlichen Zweckes dient oder wenn Art oder Umfang der gehaltenen Beteiligungen einen kaufmännischen Betrieb erfordern.

Das Gesetz setzt praktisch keine Grenzen hinsichtlich der Gestaltung der Begünstigungsrechte. Sie können bedingt oder unbedingt, befristet oder unbefristet, mit einer Auflage versehen oder mit anderen Beschränkungen verbunden sein oder sogar dem ausschliesslichen Ermessen des Stiftungsrates oder des Stifters überlassen werden.

Der Gründer kann z.B. sich selbst als Begünstigten auf Lebenszeit und spätere Generationen als nachfolgende Begünstigte auf Lebenszeit ernennen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Stifter an, deren Heimatstaat die Nacherbschaft nicht anerkennt oder nur in begrenztem Masse gestattet. Im weiteren ist sie dann vorteilhaft, wenn der Stifter in einem Land mit hohen Erbschaftssteuern wohnt. Durch die Begründung einer Stiftung kann er nämlich verhindern, dass das Erbe jeder nachfolgenden Generation durch die Steuerbelastung erheblich reduziert wird. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass das Stiftungsvermögen in Liechtenstein keinen Erbschaftssteuern unterliegt.


Rechtlich anerkannter Vermögensschutz

Der Begründer einer Familienstiftung hat auch die Möglichkeit, das Erbe seiner Nachkommen vor Exekutionen zu schützen. Zu diesem Zweck schreibt er in den Statuten vor, dass die den bestimmt bezeichneten Bedachten unentgeltlich zukommende Begünstigung von den Gläubigern weder im Wege der Zwangsvollstreckung noch des Konkurses entzogen werden darf.

Durch die Gründung der Stiftung hat der Stifter die besten Möglichkeiten, seine Nachfolge zu regeln und Massnahmen zur Erhaltung und Sicherung des Vermögens vorzusehen. Falls er beispielsweise verhindern will, dass verschwenderische Kinder oder Enkelkinder die Vermögenssubstanz angreifen, kann er seinen Nachkommen das Kapital seines Vermögens in Form der Stiftung vermachen und für sie gleichzeitig eine unabtretbare und unpfändbare monatliche Rente bestimmen.

Die Wünsche des Stifters werden durch den Stiftungsrat realisiert ohne Wissen oder Intervention von Behörden. Mit wenigen Ausnahmen können die Erben des Stifters diese Wünsche nicht anfechten.


Keine Buchführungspflicht

Wenn die Stiftung kein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt, ist sie weder dazu verpflichtet, eine Buchhaltung zu führen noch Bilanzen zu erstellen.

Welche Steuern muss die Stiftung bezahlen?

Die Stiftung als Holding- oder Sitzgesellschaft muss weder auf ihr Einkommen noch auf ihre Kapitalerträge Steuern entrichten. Stiftungen zahlen lediglich eine Kapitalsteuer auf das ausgewiesene Kapital und die Reserven. Die jährliche Belastung beträgt bei einem Vermögen

- bis zu 2 Mio. Franken:            1 Promille
- von 2 bis 10 Mio. Franken:    3/4 Promille
- über 10 Mio. Franken:            1/2 Promille

Die jährliche Mindestbelastung beträgt jedoch 1'000 SFr. Ausschüttungen an Begünstigte, die ausserhalb Liechtensteins wohnhaft sind, unterliegen in Liechtenstein keiner Steuer.


Zusammenfassung

Da eine Stiftung praktisch weder anmelde- noch steuerpflichtig ist, die Anonymität des Anlegers schützt und viele Gestaltungsmöglichkeiten sowie sicheren Schutz gegen zukünftige Gläubiger bietet, stehen dem Stifter alle Möglichkeiten offen, eine Stiftung auf seine individuellen Bedürfnisse maßzuschneidern.


Liechtensteinisches Personen- und Gesellschaftsrecht


Art. 552

Zur Errichtung einer Stiftung durch Einzelpersonen oder Verbandspersonen oder Firmen bedarf es der Widmung eines Vermögens (Stiftungsgut) für einen bestimmten Zweck. Als Zwecke fallen insbesondere in Betracht: kirchliche, Familien- und gemeinnützige Zwecke. Die Stiftung darf ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe nur betreiben, wenn es der Erreichung ihres nichtwirtschaftlichen Zweckes dient oder Art und Umfang der Haltung von Beteiligungen einen kaufmännischen Betrieb erfordern.

Art. 567 (3)

Bei Familienstiftungen kann der Stifter zugleich bestimmen, dass die Gläubiger der bestimmt bezeichneten Drittbedachten (Destinatäre) diesen ihren unentgeltlich erlangten Stiftungsgenuss auf dem Wege des Sicherungsverfahrens, der Zwangsvollstreckung oder Konkurses nicht entziehen dürfen.


B E I S T A T U T der «F.L.» Stiftung

Gestützt auf § 8 der Statuten der «F.L.» Stiftung, Vaduz, erlässt der Stiftungsrat das nachfolgende B E I S T A T U T :

1) Zu Erstbegünstigten der Stiftung zu gleichen Teilen (je 50 Prozent) werden bestimmt:

a)
b)

Diese Begünstigung gilt zu Lebzeiten der Erstbegünstigten und umfasst das freie Verfügungsrecht über das ganze Vermögen und jegliche Einkünfte der Stiftung nach Abzug aller Kosten und Steuern. Was die Art, den Betrag sowie den Zeitpunkt jeglicher Zahlung oder Zuwendung von Stiftungsvermögen betrifft, hat der Stiftungsrat ausschliesslich gemäss den Weisungen des oder der Erstbegünstigten zu handeln. Der Stiftungsrat ist weder ermächtigt noch verpflichtet, die Notwendigkeit oder Nützlichkeit solcher Weisungen zu prüfen oder über die Verwendung der ausbezahlten Vermögenswerte irgendwelche Kontrolle auszuüben. Wenn ein Erstbegünstigter stirbt, so wächst die Begünstigungsquote des Verstorbenen dem überlebenden Erstbegünstigten zu.

2) Nach dem Ableben der Erstbegünstigten treten an deren Stelle die Zweitbegünstigten. Als Zweitbegünstigte der Stiftung werden zu gleichen Teilen bestimmt:

a)
b)

3) Nach dem Ableben beider Erstbegünstigten hat der Stiftungsrat die Erträgnisse sowie auch nötigenfalls die Substanz des Stiftungsvermögens an die Zweitbegünstigten so auszuschütten, dass der Unterhalt und eine umfassende, solide Berufs- und Allgemeinbildung der Zweitbegünstigten gewährleistet sind.

4) Stirbt ein Zweitbegünstigter unter Hinterlassung von eigenen Nachkommen, so treten letztere zu gleichen Teilen als Drittbegünstigte an die Stelle des Verstorbenen. Sind keine solchen Nachkommen vorhanden, wächst der Anteil des Verstorbenen den übrigen Zweitbegünstigten zu gleichen Teilen an.

5) Sobald der jüngste Zweitbegünstigte das 25. (fünfundzwanzigste) Lebensjahr erreicht hat, können die Begünstigten einstimmig die Auflösung der Stiftung beschliessen.

6) Im Falle der Auflösung und Liquidation der Stiftung stehen nach Ausgleich der Passiven alle der Stiftung gehörenden Vermögenswerte pro rata ihrer jeweiligen Stiftungsbegünstigung den Begünstigten zur Verfügung.

7) Die Erstbegünstigten haben zu ihren Lebzeiten das Recht, dem Stiftungsrat Änderungen dieses Beistatuts, der Statuten sowie die Auflösung der Stiftung aufzutragen. Nach dem Ableben beider Erstbegünstigten darf dieses Beistatut nicht mehr geändert werden.

Datum

Der Stiftungsrat

 

 

 

Firmengründung Liechtenstein: Kurzübersicht

News zum Thema Steuern in Liechtenstein:

Nach Vereinbarungen von OECD-konformen Abkommen zum steuerlichen Informationsaustausch, u. a. auch mit Deutschland wird Liechtenstein nun sein nationales Steuerrecht vollständig revidieren und ein international attraktives und akzeptiertes System einführen. Neben den zukünftig abzuschließenden DBAs wird dies ein weiterer Meilenstein zum europäischen Zentrum für Vermögens- und Nachfolgeplanung sein, wie es in der FL Tax Roadmap 2007 vorgesehen ist.

Diese internationale Kompatibilität soll die Voraussetzungen schaffen, um von den Vorteilen und Chancen zu profitieren, die sich durch die internationalen Bestrebungen ergeben, nationale Steuerrechtsordnungen zu synchronisieren, um grenzüberschreitende Zusatzbelastungen zu vermeiden . Dies dient zur Vorbereitung auf den geplanten Abschluss von DBAs und der zukünftigen Anwendung von EU-Richtlinien (Mutter-Tochter-Richtlinie, Zins- und Lizenzrichtlinie, Fusionsrichtlinie).

Der Steuersatz wird zukünftig pauschal 12,5 % betragen, die Kapitalsteuer wird gestrichen. Weitere Informationen zum neuen Steuersystem in Liechtenstein erhalten Sie über unsere Kanzlei oder im Beitrag des NWB Verlages (Online Portal oder IWB Heft 16, 25.08.2010, www.nwb.de .)

Firmengründung Liechtenstein und Steuern

Wie oben beschrieben beträgt die Steuerlast für juristische Personen ab dem 01.01. 2011 einheitlich 12,5%. Dieser Steuersatz kann durch Anwendung des „modifizierten Eigenkapitals“ weiter gemindert werden. Modellberechnungen haben einen effektiven Durchschnittssatz von 10,6 % ergeben.

Mit der Einführung einer Gewinnbesteuerung von nominal 12,5 % geht einher ein „Paket“ von bemerkenswerten weiteren Steuervorteilen:

-Abschaffung der Couponsteuer

-Abschaffung der Kapitalsteuer

-Zeitlich unbeschränkter Verlustausgleich

-Gruppenbesteuerung

-Dividenden sowie Kapital- und Liquidationsgewinne auf Beteiligungen sind bei Ermittlung der Bemessungsgrundlage unbeachtlich und daher steuerfrei.

Die Mehrwertsteuer beträgt in Liechtenstein 7,6%, der reduzierte Satz 2,4%.

Unsere Dienstleistungen "Firmengründung Liechtenstein":

Wir gründen in Kooperation mit unserer Rechtsanwalts-Kanzlei in Liechtenstein alle Formen der Gesellschaften in Liechtenstein: GmbH, Aktiengesellschaft, Anstalt, Stiftung, Trust und Treuhand-Unternehmen. Darüber hinaus gründen wir für unsere Mandanten Vermögensverwaltungsgesellschaften und Banken in Liechtenstein:

  • Gründung der Liechtensteiner Gesellschaft über renommierte Anwaltskanzlei in Liechtenstein, Eintrag ins Handelsregister Liechtenstein

  • Registered Office, virtuell Office bis Büro in Liechtenstein

  • Auf Wunsch: Treuhand-Dienste (Treuhand-Geschäftsführer, Aufsichtsrat), Treuhand-Shareholder

  • Kontoeröffnung in Liechtenstein

  • Steuerliche Beratung, auch im Rahmen der "verbundenen Unternehmen", internationale Holdingstrukturen

  • Buchhaltung, Jahresabschluss und Bilanz

Die Gebühren für eine Firmengründung Liechtenstein richten sich nach den Dienstleistungen und Rechtsform, bitte fragen Sie nach.

Für welche Mandanten ist die Gründung einer Gesellschaft in Liechtenstein geeignet?

Diese Thematik müssen wir mit dem Mandanten persönlich besprechen, da viele Faktoren zu beachten sind. So hat Liechtenstein derzeit nur ein DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) mit Österreich und der Schweiz. Für alle anderen Länder fehlt also die Abschirmwirkung eines Doppelbesteuerungsabkommen. Positivwirkungen der EU-Niederlassungsfreiheit, EU-Mutter-Tochter-Richtlinie und/oder EU-Fusionsrichtlinie greifen ebenfalls nicht.

Auf der anderen Seite lockt Liechtenstein mit sehr niedrigen Steuern, ein immer noch intaktes Bankgeheimnis (nach dem bekannten "Vorfall" hat Liechtenstein "aufgerüstet", um derartige Pannen in der Zukunft auszuschließen), mit einer stabilen Demokratie (Enteignungen usw.. können ausgeschlossen werden), das Land ist "Deutschsprachig" und für die meisten Mandanten relativ schnell zu erreichen.

Steuerliche Betriebsstätte in Liechtenstein

Eine Produktionsstätte, eine Stätte zur Ausbeutung von Bodenschätzen oder eine Bauausführung länger als 6 Monate dauer, definiert immer das Vorliegen einer steuerlichen Betriebsstätte in Liechtenstein. Ansonsten definiert sich die Betriebsstätte über "Den Ort der geschäftlichen Oberleitung":

-Entweder Sie oder ein Beauftragter verlagern Ihren gewöhnlichen Aufenthalt nach Liechtenstein und treten als Geschäftsführer der Gesellschaft auf ODER

-Der nicht in Liechtenstein Ansässige Geschäftsführer weißt nach, dass er im Rahmen der notwendigen Leitungsaufgaben an der Betriebsstätte in Liechtenstein anwesend ist, um diese Leitungsaufgaben am Ort der Betriebsstätte wahrzunehmen (funktioniert natürlich nicht bei notwendigen "Tagesentscheidungen")

ODER

-unsere Kanzlei in Liechtenstein stellt einen Treuhand-Geschäftsführer/Aufsichtsrat

Weiteres Merkmal einer steuerlichen Betriebsstätte ist "Der Ort der Tätigkeit" und das Vorliegen eines qualifizierten Geschäftssitzes (Substanz Escape, in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb). Der notwendige Substanz Escape richtet sich im Rahmen der "Vergleichbarkeit" nach der Art und dem Umfang der geschäftlichen Tätigkeiten. Ist z.B. in Deutschland zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes nur ein Büro und ein Mitarbeiter erforderlich, können die Anforderungen in Liechtenstein nicht höher sein. Allerdings ist eine reine Briefkastenadresse nie ein ordentlicher Geschäftssitz (= die rechtswidrige Zwischengesellschaft, die einzig dem Zweck dient, dass inländische Besteuerungsrecht rechtswidrig nach Liechtenstein zu verlagern). Stichworte sind: Gestaltungsmissbrauch nach den nationalen Steuergesetzen (in Deutschland §42 AO, Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung usw.).

Das Vorliegen einer Betriebsstätte außerhalb Liechtensteins

Im Nicht-DBA-Sachverhalt definiert sich das Vorliegen einer Betriebsstätte nach den innerstaatlichen Gesetzen, in Deutschland auf der Grundlage §§12/13 AO. Im DBA-Sachverhalt (Schweiz, Österreich) definiert sich das Vorliegen einer Betriebsstätte außerhalb Liechtensteins allein auf der Grundlage 5 DBA.

5.3 DBA> Als Betriebstätten gelten nicht:


a)
Einrichtungen, die ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung oder
Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;
b) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zur
Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;
c) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;
d) eine
feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck
unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;

e) eine
feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen zu werben, Informationen zu erteilen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben oder ähnliche Tätigkeiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen.


(4) Ist eine Person -
mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne des Absatzes 5 - in einem Vertragsstaat für ein Unternehmen des anderen Vertragsstaates tätig, so gilt eine in dem erstgenannten Staat gelegene Betriebstätte als gegeben, wenn die Person eine Vollmacht besitzt, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschließen, und die Vollmacht in diesem Staat gewöhnlich ausübt, es sei denn, daß sich ihre Tätigkeit auf den Einkauf von Gütern oder Waren für das Unternehmen beschränkt.
(5)
Ein Unternehmen eines Vertragsstaates wird nicht schon deshalb so
behandelt, als habe es eine Betriebstätte in dem anderen Vertragsstaat, weil es dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt
, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln. Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die in dem anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort (entweder durch eine Betriebstätte oder in anderer Weise) ihre Tätigkeit ausübt, wird eine der beiden Gesellschaften nicht zur Betriebstätte der anderen.

Firmengründung Liechtenstein: Nationale Regelungen der Hinzurechnungsbesteuerung

Da Liechtenstein ein Niedrigsteuerland im Sinne der meisten nationalen Regelungen ist, greifen die entsprechenden Gesetze zur Hinzurechnungsbesteuerung, in Deutschland also §§7-14 AStG. Entsprechende europäische Regelungen zur Rechtswidrigkeit einer Hinzurechnungsbesteuerung greifen nicht.

Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung nach § 8 AStG

Im Kern regelt das Deutsche Außensteuergesetz, dass eine Besteuerung der Dividenden beim Deutschen Anteilseigner stattfindet (fiktive Besteuerung,auch wenn nicht ausgeschüttet wird) wenn dieser beherrschenden Einfluss auf die Auslandsgesellschaft ausübt (Mehrheitseigner,über 50%), die Auslandgesellschaft nur passive Einkünfte erwirtschaftet und die Auslandsgesellschaft im einem Niedrigsteuerland angesiedelt ist, also unter 25% Ertragssteuer. Mithin würden die Dividenden beim Deutschen Anteilseigner mit Einkommenssteuer besteuert werden und nicht mit Abgeltungssteuer. Ist der beherrschende Anteilseigner eine Deutsche juristische Person so keine Positivwirkung des 8 KStG, also keine steuerfreie Vereinnahmung der Liechtensteiner Dividenden.

 Den Aktivkatalog des Deutschen AStG finden Sie auf unserer Internetseite zum Außensteuergesetz.

Firmengründung Liechtenstein: Liechtenstein Allgemein:

  • Fläche: 160 qkm                                                

  • Hauptstadt: Vaduz

  • BIP je Einw.: über 23000 $

  • Arbeitslosigkeit: 1,2 Prozent

  • Einwohner: 33000

  • Währung: Schweizer Franken

  • Inflation: 0,5 Prozent

Das Fürstentum ist mit 25 Kilometern Länge und sechs Kilometern Breite eine der flächen mäßig kleinsten Monarchien Europas. Es liegt im Rheintal zwischen der Schweiz und Österreich, rund 40 Kilometer südlich vom Bodensee, umgeben von Zweitausendern: im Osten die Liechtensteiner Berge Galivakopf, Ochsenkopf und Noofkopf, im Westen das majestätische Panorama der Schweizer Bergkette mit Gauschia, Alvier, Morgelkopf und Säntis.

  • Devisenkontrollen: Keine

  • Fiskalische Auslieferungsabkommen: Keine

  • Politische Risiken: Keine

  • Rechtssystem: Anlehnung an das schweizerische und österreichi­sche Rechtssystem. Für Gesellschaften gilt das Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) vom 20. Januar 1926 sowie das Gesetz über das Treuunternehmen vom 10. April 1928.

  • Patentschutz: Abkommen mit der Schweiz. Danach sind Patente durch Eintragung in der Schweiz automatisch auch in Liechten­stein geschützt.

  • Markennamen, Muster, Modelle: Können direkt in Liechtenstein registriert werden

  • Wohnsitznahme: Daueraufenthaltsbewilligung äußerst schwierig

  • Steuern: Natürliche Personen zahlen mit Gleitzuschlägen für Fürstentum und Kommune derzeit etwa 19 Prozent Einkommensteuer und circa 0,9 Prozent Vermögensteuer.

Die Liechtensteiner Stiftung

Die Stiftung ist die meistverwendete Rechtsform in Liechtenstein. Vermögen, das für einen bestimmten Zweck gewidmet wird, verselbständigt sich und erlangt in der Stiftung eigene Rechtspersönlichkeit. Das so zur juristischen Person erhobene Zweckvermögen scheidet aus dem Privatvermögen des Stifters aus und bildet anschliessend das Stiftungsvermögen.

Stiftungen eignen sich besonders zum Zweck der Vermögensverwaltung und als Instrument, um langfristige Nachfolgeregelungen sicherzustellen. Für kommerzielle Zwecke ist die Stiftung nicht geeignet.

Das liechtensteinische Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) – Rechtsgrundlage der Familienstiftung – erlaubt im Rahmen des Stiftungsrechts, Ausschüttungen zu tätigen, ohne Bedingungen zu nennen.

Der Begünstigungsgenuss kann auch bedingt, befristet und mit Auflagen oder Beschränkungen verbunden sein.

Die Stiftung bietet sich als Instrument an, um Unternehmenszersplitterungen durch Erbfolge vorzubeugen, indem Unternehmen in die Stiftung eingebracht werden. Bei der hinterlegten Stiftung kann die Tätigkeit des Stiftungsrats freiwillig durch eine Revisionsstelle geprüft werden.

Das erforderliche Mindestkapital zur Errichtung einer Stiftung beträgt CHF 30'000.–. Für Verbindlichkeiten der Stiftung haftet ausschliesslich das Stiftungsvermögen.

Die Liechtensteiner Anstalt

Die Anstalt ist ein rechtlich verselbständigtes, dauernd wirtschaftlichen Zwecken oder anderen Bestimmungen gewidmetes Unternehmen, das im Öffentlichkeitsregister eingetragen wird und keinen öffentlich-rechtlichen Charakter hat. Für die Verbindlichkeiten haftet das Gesellschaftsvermögen (Anstaltskapital, Reserven, Gewinnvortrag).

Die Anstalt kann vielseitig eingesetzt werden und entsteht mit der Eintragung im Fürstlich Liechtensteinischen Öffentlichkeitsregister (Handelsregister).

Besonders geeignet ist die Anstalt für Handelsgeschäfte, aber auch als Verwaltungs- und Holdinggesellschaft. Der Zweck ist statutarisch festzulegen und kann wirtschaftlicher oder nichtwirtschaftlicher Art sein.

Der Zweck soll die tatsächliche Tätigkeit der zu gründenden Anstalt wiedergeben. Es ist anzugeben, ob ein nach kaufmännischer Art betriebenes Gewerbe vorgesehen ist. Die Anstalt kann sowohl Holding- als auch Sitzgesellschaft sein.

Das Kapital der Anstalt wird in der Regel nicht in Anteile aufgeteilt. Es bestehen weder Mitglieder noch Teilhaber oder Anteilsinhaber, jedoch Destinatäre (Begünstigte), die wirtschaftliche Vorteile aus der Anstalt ziehen können.

Das Minimalkapital beträgt CHF 30'000.– für Anstalten, deren Kapital nicht in Anteile zerlegt ist. Es ist voll einzuzahlen.

Die Organe der Anstalt sind
1. Der Inhaber der Gründerrechte
2. Der Verwaltungsrat
3. Optional die Revisionsstelle

Der Verwaltungsrat leitet die Geschäfte. Er kann ein Mitglied oder mehrere Mitglieder umfassen. Mindestens ein Mitglied der Verwaltung muss seinen Wohnsitz in Liechtenstein haben. Es muss die berufliche Zulassung als Rechtsanwalt, Rechtsagent, Treuhänder, Buchprüfer oder eine andere von der Regierung anerkannte kaufmännische Befähigung besitzen. Zusätzlich zum liechtensteinischen Verwaltungsrat können beliebige natürliche Personen, aber auch juristische Personen mit Sitz im In- oder Ausland, dazu gewählt werden.

Sofern ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betrieben wird oder die Statuten ein solches zulassen, muss als drittes Organ eine Revisionsstelle bestellt werden. Die Revisionsstelle bedarf der Zulassung durch die liechtensteinische Regierung.

Die Vermögensrechte werden in der Regel im so genannten Reglement festgelegten Begünstigten wahrgenommen. Bei der Anstalt kommt die Genussberechtigung an Ertrag und/oder Vermögen entweder dem Errichter (Gründer) oder, je nach statutarischer Bestimmung, einem anderen Organ zu.

Das Reglement stellt grundsätzlich einen integrierenden Bestandteil der Statuten dar und geht diesen häufig vor; es muss beim Öffentlichkeitsregisteramt nicht hinterlegt werden.

Für die Anstalt mit kommerziellem Zweck ist eine Buchführung vorgeschrieben.

 

 

 

 


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