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Gründung einer Stiftung in Liechtenstein

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Liechtenstein Stiftung: Gründung einer Stiftung in Liechtenstein 

Wir gründen für unsere Mandanten Stiftungen in Liechtenstein oder Panama zur Vermögenssicherung. Dabei lauern gerade im Deutschen Steuerrecht viele Fallen, die die Installation einer ausländischen Stiftung zum unkalkulierbaren Risiko für den Mandanten machen kann. Eine genaue Planung und Strategie ist daher zwingend erforderlich. Aus diesem Grunde sind die reinen Gründungsgebühren i.d.R. die geringsten Kosten. Im Rahmen der Planung sind die Gebühren für die Steuerberater und Anwälte, die die Konstellation realisieren und begleiten, nicht zu unterschätzen: Kontakt zu uns

Die Stiftung in Liechtenstein

Die Stiftung nach liechtensteinischem Recht ist für viele Zwecke eine ideale Rechtsform. Der Bogen möglicher Anwendungen reicht von der Eröffnung eines anonymen Kontos bis hin zur komplizierten Nachfolgeregelung. Sie ist besonders geeignet für Anleger, die ihr Vermögen einerseits vor hohen Steuern schützen und bestmöglich erhalten wollen, andererseits aber jederzeit persönlich darüber verfügen möchten. Da auf das Vermögen der Stiftung keine Erbschaftssteuer erhoben wird, bietet sie auch ideale Voraussetzungen für die Nachfolgeregelung.

Liechtensteinische Stiftungen, die Offshore-Vermögen verwalten, zahlen in Liechtenstein praktisch keine Steuern und unterliegen auch keiner behördlichen Aufsicht. Überdies sind alle Informationen über die Stiftung sowohl vor der Allgemeinheit als auch gegenüber den Behörden geschützt.

Ein verselbständigtes Vermögen

Eine Stiftung ist eine selbständige juristische Person, die über ein eigenes Vermögen verfügt. Es muss einem bestimmten Zweck gewidmet sein. Dank ihrer selbständigen Rechtsstellung ist mit der Gründung einer Stiftung gleichzeitig auch die rechtliche Abtrennung von bestimmten Vermögenswerten aus dem persönlichen Vermögen des Stifters möglich.

Einfache und diskrete Gründung

Gründer einer Stiftung kann entweder eine natürliche oder eine juristische Person sein. Sie kann jede Staatsbürgerschaft und jeden beliebigen Wohnsitz haben. Die Errichtung erfolgt durch eine Widmung, welche in einer Urkunde, in einer letztwilligen Verfügung oder in einem Erbvertrag festgehalten werden kann.

Die Stiftungsurkunde muss den Namen, den Sitz und den Zweck der Stiftung sowie eine Bezeichnung des Stiftungsvermögens enthalten. Erforderlich sind ausserdem die Benennung des Stiftungsrates sowie Vorschriften über die Ernennung neuer oder weiterer Stiftungsratsmitglieder. Schliesslich enthält sie auch eine Bestimmung über die Verwendung des Vermögens im Falle der Auflösung der Stiftung. Ein Widerruf der Stiftung sowie eine Änderung der Stiftungsurkunde ist nur im Ausnahmefall zulässig. Die Stiftungsurkunde kann jedoch den Widerruf oder eine Änderung der Urkunde ausdrücklich für zulässig erklären.

Keine Eintragungsvorschriften für Familienstiftungen

Im Normalfall entsteht die Stiftung erst mit der Eintragung ins Öffentlichkeitsregister. Kirchliche Stiftungen, reine und gemischte Familienstiftungen sowie Stiftungen, deren Genussberechtigte bestimmt oder bestimmbar sind, erlangen jedoch auch ohne Eintragung ins Öffentlichkeitsregister das Recht der Persönlichkeit.

Eine reine Familienstiftung wird dann begründet, wenn das Stiftungsvermögen dauernd zur Bestreitung der Kosten für Bildung und Erziehung, zum Erwerb einer Ausstattung oder zur Unterstützung von Angehörigen einer oder mehrerer genau benannter Familien oder zu ähnlichen Zwecken bestimmt ist. Auch wenn solche Stiftungen nicht eintragungspflichtig sind, muss die Stiftungsurkunde beim Öffentlichkeitsregister hinterlegt werden.

Hinterlegte Stiftungsurkunden sowie jegliche Information bezüglich der Stiftung, auch der Name der Stiftung, der Stifter selbst sowie die Mitglieder des Stiftungsrates usw. sind der Allgemeinheit nicht zugänglich. Sogar die Existenz der hinterlegten Stiftung und das Stiftungsvermögen bleiben geheim. Deshalb ist die Stiftung ein hervorragendes Instrument zur Wahrung der Anonymität des Anlegers.

Vermögenskontrolle dank professioneller Verwaltung

Das Stiftungsvermögen wird von einem Stiftungsrat verwaltet, der aus einem oder mehreren Mitgliedern besteht. Mindestens ein Mitglied des Stiftungsrates muss ein in Liechtenstein zugelassener Rechtsanwalt oder Treuhänder sein. Der Stiftungsrat muss das Stiftungsvermögen gemäss den in der Stiftungsurkunde niedergelegten Wünschen des Stifters verwenden. Der Stifter kann ferner besondere Vorkehrungen treffen, um die Stiftung zu seinen Lebzeiten selbst zu beherrschen und die Handlungen des Stiftungsrates nach seinem Ableben der Aufsicht einer oder mehrerer Personen seines Vertrauens zu unterstellen.

Das Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen muss bei der Gründung mindestens ein einbezahltes Kapital von 30.000,- SFr. ausweisen. Sowohl der Stifter als auch Dritte können der Stiftung allerdings schon bei der Gründung oder jederzeit danach weitere Vermögenswerte zuwenden.

Beschränkte Haftung aber unbeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten

Für allfällige Schulden der Stiftung haftet den Gläubigern nur das Stiftungsvermögen. Die Stiftung hat weder Mitglieder noch Aktionäre.

Der Stiftungsgründer kann einen oder mehrere Begünstigte bestimmen und den Kreis der Begünstigten jederzeit ändern. Die Urkunde nennt diese entweder namentlich oder beschreibt die Art und Weise, wie Begünstigte ernannt werden. Es ist auch möglich, die Begünstigten in Form eines Beistatutes zu bestimmen, das weder dem Öffentlichkeitsregister noch irgendeiner Behörde oder Person vorgelegt werden muss. So bleibt auch die Identität der Begünstigten anonym.

Stiftungen können auch gemeinnützigen oder kirchlichen Zwecken dienen. So gründen beispielsweise viele Arbeitgeber eine Personalvorsorgestiftung zugunsten ihrer Arbeitnehmer.

Die Stiftung darf ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe nur insoweit betreiben, als es der Erreichung ihres nichtwirtschaftlichen Zweckes dient oder wenn Art oder Umfang der gehaltenen Beteiligungen einen kaufmännischen Betrieb erfordern.

Das Gesetz setzt praktisch keine Grenzen hinsichtlich der Gestaltung der Begünstigungsrechte. Sie können bedingt oder unbedingt, befristet oder unbefristet, mit einer Auflage versehen oder mit anderen Beschränkungen verbunden sein oder sogar dem ausschliesslichen Ermessen des Stiftungsrates oder des Stifters überlassen werden.

Der Gründer kann z.B. sich selbst als Begünstigten auf Lebenszeit und spätere Generationen als nachfolgende Begünstigte auf Lebenszeit ernennen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Stifter an, deren Heimatstaat die Nacherbschaft nicht anerkennt oder nur in begrenztem Masse gestattet. Im weiteren ist sie dann vorteilhaft, wenn der Stifter in einem Land mit hohen Erbschaftssteuern wohnt. Durch die Begründung einer Stiftung kann er nämlich verhindern, dass das Erbe jeder nachfolgenden Generation durch die Steuerbelastung erheblich reduziert wird. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass das Stiftungsvermögen in Liechtenstein keinen Erbschaftssteuern unterliegt.

Rechtlich anerkannter Vermögensschutz

Der Begründer einer Familienstiftung hat auch die Möglichkeit, das Erbe seiner Nachkommen vor Exekutionen zu schützen. Zu diesem Zweck schreibt er in den Statuten vor, dass die den bestimmt bezeichneten Bedachten unentgeltlich zukommende Begünstigung von den Gläubigern weder im Wege der Zwangsvollstreckung noch des Konkurses entzogen werden darf.

Durch die Gründung der Stiftung hat der Stifter die besten Möglichkeiten, seine Nachfolge zu regeln und Massnahmen zur Erhaltung und Sicherung des Vermögens vorzusehen. Falls er beispielsweise verhindern will, dass verschwenderische Kinder oder Enkelkinder die Vermögenssubstanz angreifen, kann er seinen Nachkommen das Kapital seines Vermögens in Form der Stiftung vermachen und für sie gleichzeitig eine unabtretbare und unpfändbare monatliche Rente bestimmen.

Die Wünsche des Stifters werden durch den Stiftungsrat realisiert ohne Wissen oder Intervention von Behörden. Mit wenigen Ausnahmen können die Erben des Stifters diese Wünsche nicht anfechten.

Keine Buchführungspflicht

Wenn die Stiftung kein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt, ist sie weder dazu verpflichtet, eine Buchhaltung zu führen noch Bilanzen zu erstellen.

Welche Steuern muss die Stiftung bezahlen?

Die Stiftung als Holding- oder Sitzgesellschaft muss weder auf ihr Einkommen noch auf ihre Kapitalerträge Steuern entrichten. Stiftungen zahlen lediglich eine Kapitalsteuer auf das ausgewiesene Kapital und die Reserven. Die jährliche Belastung beträgt bei einem Vermögen

- bis zu 2 Mio. Franken:            1 Promille
- von 2 bis 10 Mio. Franken:    3/4 Promille
- über 10 Mio. Franken:            1/2 Promille

Die jährliche Mindestbelastung beträgt jedoch 1'000 SFr. Ausschüttungen an Begünstigte, die ausserhalb Liechtensteins wohnhaft sind, unterliegen in Liechtenstein keiner Steuer.

Zusammenfassung

Da eine Stiftung praktisch weder anmelde- noch steuerpflichtig ist, die Anonymität des Anlegers schützt und viele Gestaltungsmöglichkeiten sowie sicheren Schutz gegen zukünftige Gläubiger bietet, stehen dem Stifter alle Möglichkeiten offen, eine Stiftung auf seine individuellen Bedürfnisse maßzuschneidern.


Liechtensteinisches Personen- und Gesellschaftsrecht


Art. 552

Zur Errichtung einer Stiftung durch Einzelpersonen oder Verbandspersonen oder Firmen bedarf es der Widmung eines Vermögens (Stiftungsgut) für einen bestimmten Zweck. Als Zwecke fallen insbesondere in Betracht: kirchliche, Familien- und gemeinnützige Zwecke. Die Stiftung darf ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe nur betreiben, wenn es der Erreichung ihres nichtwirtschaftlichen Zweckes dient oder Art und Umfang der Haltung von Beteiligungen einen kaufmännischen Betrieb erfordern.

Art. 567 (3)

Bei Familienstiftungen kann der Stifter zugleich bestimmen, dass die Gläubiger der bestimmt bezeichneten Drittbedachten (Destinatäre) diesen ihren unentgeltlich erlangten Stiftungsgenuss auf dem Wege des Sicherungsverfahrens, der Zwangsvollstreckung oder Konkurses nicht entziehen dürfen.



B E I S T A T U T der «F.L.» Stiftung

Gestützt auf § 8 der Statuten der «F.L.» Stiftung, Vaduz, erlässt der Stiftungsrat das nachfolgende B E I S T A T U T :

1) Zu Erstbegünstigten der Stiftung zu gleichen Teilen (je 50 Prozent) werden bestimmt:

a)
b)

Diese Begünstigung gilt zu Lebzeiten der Erstbegünstigten und umfasst das freie Verfügungsrecht über das ganze Vermögen und jegliche Einkünfte der Stiftung nach Abzug aller Kosten und Steuern. Was die Art, den Betrag sowie den Zeitpunkt jeglicher Zahlung oder Zuwendung von Stiftungsvermögen betrifft, hat der Stiftungsrat ausschliesslich gemäss den Weisungen des oder der Erstbegünstigten zu handeln. Der Stiftungsrat ist weder ermächtigt noch verpflichtet, die Notwendigkeit oder Nützlichkeit solcher Weisungen zu prüfen oder über die Verwendung der ausbezahlten Vermögenswerte irgendwelche Kontrolle auszuüben. Wenn ein Erstbegünstigter stirbt, so wächst die Begünstigungsquote des Verstorbenen dem überlebenden Erstbegünstigten zu.

2) Nach dem Ableben der Erstbegünstigten treten an deren Stelle die Zweitbegünstigten. Als Zweitbegünstigte der Stiftung werden zu gleichen Teilen bestimmt:

a)
b)

3) Nach dem Ableben beider Erstbegünstigten hat der Stiftungsrat die Erträgnisse sowie auch nötigenfalls die Substanz des Stiftungsvermögens an die Zweitbegünstigten so auszuschütten, dass der Unterhalt und eine umfassende, solide Berufs- und Allgemeinbildung der Zweitbegünstigten gewährleistet sind.

4) Stirbt ein Zweitbegünstigter unter Hinterlassung von eigenen Nachkommen, so treten letztere zu gleichen Teilen als Drittbegünstigte an die Stelle des Verstorbenen. Sind keine solchen Nachkommen vorhanden, wächst der Anteil des Verstorbenen den übrigen Zweitbegünstigten zu gleichen Teilen an.

5) Sobald der jüngste Zweitbegünstigte das 25. (fünfundzwanzigste) Lebensjahr erreicht hat, können die Begünstigten einstimmig die Auflösung der Stiftung beschliessen.

6) Im Falle der Auflösung und Liquidation der Stiftung stehen nach Ausgleich der Passiven alle der Stiftung gehörenden Vermögenswerte pro rata ihrer jeweiligen Stiftungsbegünstigung den Begünstigten zur Verfügung.

7) Die Erstbegünstigten haben zu ihren Lebzeiten das Recht, dem Stiftungsrat Änderungen dieses Beistatuts, der Statuten sowie die Auflösung der Stiftung aufzutragen. Nach dem Ableben beider Erstbegünstigten darf dieses Beistatut nicht mehr geändert werden.

Datum

Der Stiftungsrat
 

Firmengründung in Liechtenstein: AG,Anstalt,Stiftung,Trust und Treuhand-Unternehmen

Steuern

EU-Niederlassungsfreiheit

DBA-Sachverhalt

Niedrigsteuerland nach 8 AStG

EU-Mutter-Tochter-RL

Mögliche Alternativen

Je nach Rechtsform.Kapitalgesellschaften:

Kapitalsteuer von zwei Promille, eine Ertragsteuer von 7,5 -15 Prozent des Reinertrags und bis zu 20 Prozent, wenn die Dividenden höher als acht Prozent sind.

Nein. Aus deutscher Sicht mithin ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb und aktive Tätigkeiten erforderlich. Nein, außer mit Österreich und Schweiz. Mithin aus deutscher Sicht: Eine Betriebsstätte im Inland definiert sich über §§ 12/13 AO Ja: Wirkung der Hinzurechnungsbesteuerung nach 8 AStG Nein Uk Ltd, Schweiz, VAE, Zypern

Unsere Dienstleistungen

Wir gründen in Kooperation mit unserer Rechtsanwalts-Kanzlei in Liechtenstein alle Formen der Gesellschaften: Aktiengesellschaft, Anstalt,Stiftung,Trust und Treuhand-Unternehmen. Wer sich ernsthaft für die Gründung einer Gesellschaft in Liechtenstein interessiert, dem empfehlen wir nachfolgende Literatur: Gesellschaften und Steuern in Liechtenstein, Marxer&Partner Rechtsanwälte, Liechtenstein Verlag AG-Postfach 339-FL 9490 Vaduz-Liechtenstein (380 Seiten,gebunden, CHF 96,00). Die Bestellung kann per Post erfolgen.

Liechtenstein

  • Fläche: 160 qkm                                                

  • Hauptstadt: Vaduz

  • BIP je Einw.: über 23000 $

  • Arbeitslosigkeit: 1,2 Prozent

  • Einwohner: 33000

  • Währung: Schweizer Franken

  • Inflation: 0,5 Prozent

Das Fürstentum ist mit 25 Kilometern Länge und sechs Kilometern Breite eine der flächen mäßig kleinsten Monarchien Europas. Es liegt im Rheintal zwischen der Schweiz und Österreich, rund 40 Kilometer südlich vom Bodensee, umgeben von Zweitausendern: im Osten die Liechtensteiner Berge Galivakopf, Ochsenkopf und Noofkopf, im Westen das majestätische Panorama der Schweizer Bergkette mit Gauschia, Alvier, Morgelkopf und Säntis.

  • Devisenkontrollen: Keine

  • Fiskalische Auslieferungsabkommen: Keine

  • Politische Risiken: Keine

  • Rechtssystem: Anlehnung an das schweizerische und österreichi­sche Rechtssystem. Für Gesellschaften gilt das Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) vom 20. Januar 1926 sowie das Gesetz über das Treuunternehmen vom 10. April 1928.

  • Patentschutz: Abkommen mit der Schweiz. Danach sind Patente durch Eintragung in der Schweiz automatisch auch in Liechten­stein geschützt.

  • Markennamen, Muster, Modelle: Können direkt in Liechtenstein registriert werden

  • Wohnsitznahme: Daueraufenthaltsbewilligung äußerst schwierig

  • Steuern: Natürliche Personen zahlen mit Gleitzuschlägen für Fürstentum und Kommune derzeit etwa 19 Prozent Einkommensteuer und circa 0,9 Prozent Vermögensteuer.

Steuern und Abgaben Liechtenstein

Bei Gesellschaften wird zwischen Holding- und Sitzgesellschaften sowie Gesellschaften, die nicht diese Bedingungen erfüllen, unterschieden.

Holding- und Sitzgesellschaften:

  • drei Prozent Emissionsstempel auf das einbezahlte Kapital

  • Stiftungen zahlen nur 0,2 Prozent, mindestens 200 SFr

  • Aktiengesellschaften bezahlen darüber hinaus zwei Prozent Kapitalsteuer

  • jährlich ein Promille des einbezahlten Kapitals und der Reserven beziehungsweise des Unternehmenskapitals, mindestens 1 000 SFr

  • Aktiengesellschaften bezahlen auf alle ausgeschütteten Dividenden vier Prozent Kuponsteuer.

Alle anderen Gesellschaften zahlen:

  • die erhöhte Kapitalsteuer von zwei Promille

  • eine Ertragsteuer von 7,5 -15 Prozent des Reinertrags und

  • bis zu 20 Prozent, wenn die Dividenden höher als acht Prozent sind.

Steuern für ansässige Ausländer: Wenn sie nicht in Liechtenstein arbeiten, eine Pauschaleinkommensteuer von zwölf Prozent auf ein fiktives Einkommen, das mit dem fünffachen Mietwert ei­nes Wohnhauses angesetzt wird.

Quellensteuer: Keine

Doppelbesteuerungsabkommen: Nur mit Österreich, jedoch nicht für Oasengesellschaften

Lebenshaltungskosten: Entsprechen dem schweizerischen Niveau

Kommunikation: Sehr gut, Postlaufzeit innerhalb Europas zwei bis drei Tage

Verkehrsverbindungen: Auto: über Bregenz; Bahn: über Buchs! Schweiz, dann etwa zehn Minuten Taxifahrt; Flug: Zum Flughafen Zürich bieten Lufthansa und Swissair von fast allen deutschen Städten aus direkte Verbindungen an.

Mitte 2003 sind im Fürstentum Liechtenstein nicht nur knapp 33000 Einwohner, sondern auch rund 100000 Aktiengesellschafen, Trust, Stiftungen und Holdinggesellschaften registriert. Sie bieten den steuergebeutelten EU-Bürgern jede nur denkbare Art von Problemlösung an.

Folgende Einkünfte bleiben ganz oder teilweise steuerfrei: Einkünfte aus aktiver Tätigkeit, Handel und Beratung, aus Rechte-, Lizenz- und Patentverwertung sowie aus Dividenden, Zinsen und Finanzspekulation. Als weitere Boni gelten Einfuhrfreiheiten, Niedrigzölle, Haftungsbeschränkungen sowie ein intaktes Bankgeheimnis (Europas strengstes), Anonymität und kaum Publizität im Unternehmensbereich.

So können Liechtensteiner Unternehmen zu 100 Prozent Ausländern gehören und jederzeit unbegrenzt Kapital einbringen oder rücktransferieren. Alle eingetragenen Gesellschaften sind zu "ordnungsgemäßer" Buchführung verpflichtet, nicht aber zum Publizieren ihrer Zahlen. Anteilsverkäufe bleiben anonym. Außerdem gibt es im Gegensatz zur EU keine Fusionskontrollen, und Kartelle werden nur dann untersagt, wenn sie" volkswirtschaftlich schädlich" sind.

Vorerst sind diese klassischen Standortvorteile durch die dynamische Rechtsentwicklung in den Nachbarländern der EU und deren Ausstrahlung auf den EWR nicht tangiert.

Die Stiftung ist die meistverwendete Rechtsform in Liechtenstein. Vermögen, das für einen bestimmten Zweck gewidmet wird, verselbständigt sich und erlangt in der Stiftung eigene Rechtspersönlichkeit. Das so zur juristischen Person erhobene Zweckvermögen scheidet aus dem Privatvermögen des Stifters aus und bildet anschliessend das Stiftungsvermögen.

Stiftungen eignen sich besonders zum Zweck der Vermögensverwaltung und als Instrument, um langfristige Nachfolgeregelungen sicherzustellen. Für kommerzielle Zwecke ist die Stiftung nicht geeignet.

Das liechtensteinische Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) – Rechtsgrundlage der Familienstiftung – erlaubt im Rahmen des Stiftungsrechts, Ausschüttungen zu tätigen, ohne Bedingungen zu nennen.

Der Begünstigungsgenuss kann auch bedingt, befristet und mit Auflagen oder Beschränkungen verbunden sein.

Die Stiftung bietet sich als Instrument an, um Unternehmenszersplitterungen durch Erbfolge vorzubeugen, indem Unternehmen in die Stiftung eingebracht werden. Bei der hinterlegten Stiftung kann die Tätigkeit des Stiftungsrats freiwillig durch eine Revisionsstelle geprüft werden.

Das erforderliche Mindestkapital zur Errichtung einer Stiftung beträgt CHF 30'000.–. Für Verbindlichkeiten der Stiftung haftet ausschliesslich das Stiftungsvermögen.

Die Liechtensteiner Anstalt

Die Anstalt ist ein rechtlich verselbständigtes, dauernd wirtschaftlichen Zwecken oder anderen Bestimmungen gewidmetes Unternehmen, das im Öffentlichkeitsregister eingetragen wird und keinen öffentlich-rechtlichen Charakter hat. Für die Verbindlichkeiten haftet das Gesellschaftsvermögen (Anstaltskapital, Reserven, Gewinnvortrag).

Die Anstalt kann vielseitig eingesetzt werden und entsteht mit der Eintragung im Fürstlich Liechtensteinischen Öffentlichkeitsregister (Handelsregister).

Besonders geeignet ist die Anstalt für Handelsgeschäfte, aber auch als Verwaltungs- und Holdinggesellschaft. Der Zweck ist statutarisch festzulegen und kann wirtschaftlicher oder nichtwirtschaftlicher Art sein.

Der Zweck soll die tatsächliche Tätigkeit der zu gründenden Anstalt wiedergeben. Es ist anzugeben, ob ein nach kaufmännischer Art betriebenes Gewerbe vorgesehen ist. Die Anstalt kann sowohl Holding- als auch Sitzgesellschaft sein.

Das Kapital der Anstalt wird in der Regel nicht in Anteile aufgeteilt. Es bestehen weder Mitglieder noch Teilhaber oder Anteilsinhaber, jedoch Destinatäre (Begünstigte), die wirtschaftliche Vorteile aus der Anstalt ziehen können.

Das Minimalkapital beträgt CHF 30'000.– für Anstalten, deren Kapital nicht in Anteile zerlegt ist. Es ist voll einzuzahlen.

Die Organe der Anstalt sind
1. Der Inhaber der Gründerrechte
2. Der Verwaltungsrat
3. Optional die Revisionsstelle

Der Verwaltungsrat leitet die Geschäfte. Er kann ein Mitglied oder mehrere Mitglieder umfassen. Mindestens ein Mitglied der Verwaltung muss seinen Wohnsitz in Liechtenstein haben. Es muss die berufliche Zulassung als Rechtsanwalt, Rechtsagent, Treuhänder, Buchprüfer oder eine andere von der Regierung anerkannte kaufmännische Befähigung besitzen. Zusätzlich zum liechtensteinischen Verwaltungsrat können beliebige natürliche Personen, aber auch juristische Personen mit Sitz im In- oder Ausland, dazu gewählt werden.

Sofern ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betrieben wird oder die Statuten ein solches zulassen, muss als drittes Organ eine Revisionsstelle bestellt werden. Die Revisionsstelle bedarf der Zulassung durch die liechtensteinische Regierung.

Die Vermögensrechte werden in der Regel im so genannten Reglement festgelegten Begünstigten wahrgenommen. Bei der Anstalt kommt die Genussberechtigung an Ertrag und/oder Vermögen entweder dem Errichter (Gründer) oder, je nach statutarischer Bestimmung, einem anderen Organ zu.

Das Reglement stellt grundsätzlich einen integrierenden Bestandteil der Statuten dar und geht diesen häufig vor; es muss beim Öffentlichkeitsregisteramt nicht hinterlegt werden.

Für die Anstalt mit kommerziellem Zweck ist eine Buchführung vorgeschrieben.

 

 

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